Updates und Freigabe
Prosoft wird kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Funktionen, Verbesserungen und Fehlerbehebungen werden regelmäßig in Form von Updates bereitgestellt. Damit diese Updates sicher und kontrolliert in den Produktivbetrieb gelangen, setzt Prosoft auf einen klar strukturierten Freigabe- und Verteilungsprozess.
Diese Seite beschreibt, wie neue Versionen versioniert, verteilt und beim Kunden in Betrieb genommen werden — vom Release durch Prosoft bis zur Freigabe in der Produktivumgebung des Kunden.
Versionierung
Prosoft verwendet ein dreistufiges Versionsschema:
| Stufe | Beschreibung | Beispiel |
|---|---|---|
| Major | Neue Hauptversion mit umfangreichen Änderungen | 7.0.0 |
| Minor | Funktionserweiterungen und Verbesserungen | 7.1.0 |
| Patch | Fehlerbehebungen | 7.1.1 |
Release-Rhythmus:
- Minor-Releases erscheinen ca. einmal im Monat
- Patches werden bei Bedarf zeitnah bereitgestellt
Benachrichtigung über Updates
Kunden werden über neue Versionen auf zwei Wegen informiert:
- E-Mail — Bei jedem Release erhalten Kunden eine E-Mail mit den Release Notes
- Website — Alle Release-Informationen werden unter prosoft-erp.de/releases veröffentlicht
Die Release Notes beschreiben alle Änderungen, Erweiterungen und Fehlerbehebungen der jeweiligen Version in verständlicher Form.
Prosoft Launcher
Die Installation und Aktualisierung von Prosoft auf den Arbeitsplätzen erfolgt über den Prosoft Launcher — ein eigenständiges Werkzeug, das den gesamten Update-Prozess automatisiert.
Eigenschaften
- Einmalige Einrichtung — Der Launcher wird einmalig auf dem Arbeitsplatz installiert. Danach übernimmt er die Verwaltung der Prosoft-Version selbstständig.
- Automatische Aktualisierung — Beim Start prüft der Launcher, ob eine neue Version verfügbar ist, und installiert diese bei Bedarf.
- Kein Administratorzugriff erforderlich — Der Launcher arbeitet im Benutzerkontext. Es ist kein UAC-Dialog und keine Administratorberechtigung notwendig.
- Signiert — Der Launcher ist digital signiert, um die Authentizität und Integrität der Software sicherzustellen.
Freigabeverfahren beim Kunden
Der Kunde steuert selbst, wann eine neue Version in den Produktivbetrieb übernommen wird. Prosoft unterstützt dafür ein mehrstufiges Umgebungskonzept:
Ablauf
- Staging-Umgebung — Eine neue Version wird zunächst in der Staging-Umgebung bereitgestellt. Dort kann der Kunde die Version unabhängig vom Produktivbetrieb prüfen.
- Test und Abnahme — Der Kunde testet die neue Version anhand seiner Geschäftsprozesse. Erst wenn die Version aus seiner Sicht freigegeben ist, erfolgt der nächste Schritt.
- Übernahme in Produktion — Die freigegebene Version wird in die Test- und Produktivumgebung übernommen.
Dieser Prozess stellt sicher, dass der Kunde jederzeit die Kontrolle über den Zeitpunkt und Umfang der Aktualisierung behält.
Downgrade
Ein Downgrade auf eine ältere Version ist grundsätzlich möglich, sofern die zwischenzeitlichen Updates keine strukturellen Änderungen an der Datenbank enthalten, die nicht rückwärtskompatibel sind.
Hinweis
Vor einem Downgrade sollte geprüft werden, ob die Zielversion mit dem aktuellen Datenbankstand kompatibel ist. Im Zweifelsfall empfiehlt sich eine Rücksprache mit Prosoft.
Datenbankaktualisierung
Prosoft aktualisiert das Datenbankschema bei Bedarf automatisch beim Start der Anwendung. Wird eine neue Version gestartet, prüft das System, ob Anpassungen an der Datenbankstruktur erforderlich sind, und führt diese selbstständig durch.
Dieser Vorgang umfasst:
- Anlegen neuer Tabellen und Spalten
- Anpassung bestehender Strukturen an die neue Version
- Ausführung einmaliger Datenmigrationen (z. B. Überführung bestehender Daten in ein neues Format)
Sicherung vor dem Update
Vor dem Einspielen einer neuen Version sollte eine Sicherung der Datenbank und des Prosoft-Verzeichnisses erstellt werden (siehe Datensicherung). Die automatische Datenbankaktualisierung ist nicht umkehrbar — eine Sicherung ermöglicht im Bedarfsfall die Wiederherstellung des vorherigen Stands.
Internes Freigabeverfahren
Bevor eine neue Version veröffentlicht wird, durchläuft sie ein internes Qualitätssicherungsverfahren bei Prosoft. Dieses umfasst automatisierte Tests, manuelle Prüfungen und die Aktualisierung des Benutzerhandbuchs. Erst nach erfolgreicher interner Freigabe wird die Version für Kunden bereitgestellt.