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Updates und Freigabe

Prosoft wird kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Funktionen, Verbesserungen und Fehlerbehebungen werden regelmäßig in Form von Updates bereitgestellt. Damit diese Updates sicher und kontrolliert in den Produktivbetrieb gelangen, setzt Prosoft auf einen klar strukturierten Freigabe- und Verteilungsprozess.

Diese Seite beschreibt, wie neue Versionen versioniert, verteilt und beim Kunden in Betrieb genommen werden — vom Release durch Prosoft bis zur Freigabe in der Produktivumgebung des Kunden.


Versionierung

Prosoft verwendet ein datumsbasiertes Versionsschema Jahr.Monat.Patch:

Bestandteil Beschreibung Beispiel
Jahr.Monat Monatlicher Feature-Release (eine Release-Linie) 2026.5
Patch Fehlerbehebung innerhalb einer Release-Linie 2026.5.7

Release-Rhythmus:

  • Feature-Releases erscheinen alle vier Wochen (eine neue Jahr.Monat-Linie)
  • Patches werden bei Bedarf zeitnah bereitgestellt

Versionsnachweis

Zur Nachvollziehbarkeit im Sinne der GoBD und der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen werden hier alle produktiv bereitgestellten Versionen seit Einführung dieser Prosoft-Generation dokumentiert. Die Datumsangaben bezeichnen den Bereitstellungszeitraum durch Prosoft (Veröffentlichung der jeweiligen Version). Welche Version ein Kunde ab wann produktiv einsetzt, dokumentiert der Kunde in seiner eigenen Verfahrensdokumentation.

Release-Linie Bereitstellungszeitraum Versionen
2025.8 07.08. – 28.08.2025 2025.8.50 – 2025.8.77 (27)
2025.9 02.09. – 30.09.2025 2025.9.1 – 2025.9.18 (18)
2025.10 01.10. – 31.10.2025 2025.10.1 – 2025.10.28 (28)
2025.11 03.11. – 30.11.2025 2025.11.1 – 2025.11.23 (23)
2025.12 01.12. – 30.12.2025 2025.12.1 – 2025.12.29 (29)
2026.1 02.01. – 30.01.2026 2026.1.1 – 2026.1.43 (43)
2026.2 01.02. – 12.03.2026 2026.2.1 – 2026.2.22.7 (35)
2026.3 13.03. – 02.04.2026 2026.3.0 – 2026.3.7.4 (22)
2026.4 10.04. – 29.04.2026 2026.4.0 – 2026.4.10 (11)
2026.5 07.05. – 09.06.2026 2026.5 – 2026.5.7 (8)

Ab Version 2026.3 sind die detaillierten Änderungen je Version in der fortlaufend gepflegten Release-Übersicht unter prosoft-erp.de/releases einsehbar; diese Übersicht ist für aktuelle und künftige Versionen maßgeblich. (Stand der Tabelle: 11.06.2026.)


Benachrichtigung über Updates

Kunden werden über neue Versionen auf zwei Wegen informiert:

  1. E-Mail — Bei jedem Release erhalten Kunden eine E-Mail mit den Release Notes
  2. Website — Alle Release-Informationen werden unter prosoft-erp.de/releases veröffentlicht

Die Release Notes beschreiben alle Änderungen, Erweiterungen und Fehlerbehebungen der jeweiligen Version in verständlicher Form.


Prosoft Launcher

Die Installation und Aktualisierung von Prosoft auf den Arbeitsplätzen erfolgt über den Prosoft Launcher — ein eigenständiges Werkzeug, das den gesamten Update-Prozess automatisiert.

Eigenschaften

  • Einmalige Einrichtung — Der Launcher wird einmalig auf dem Arbeitsplatz installiert. Danach übernimmt er die Verwaltung der Prosoft-Version selbstständig.
  • Automatische Aktualisierung — Beim Start prüft der Launcher, ob eine neue Version verfügbar ist, und installiert diese bei Bedarf.
  • Kein Administratorzugriff erforderlich — Der Launcher arbeitet im Benutzerkontext. Es ist kein UAC-Dialog und keine Administratorberechtigung notwendig.
  • Signiert — Der Launcher ist digital signiert, um die Authentizität und Integrität der Software sicherzustellen.

Freigabeverfahren beim Kunden

Der Kunde steuert selbst, wann eine neue Version in den Produktivbetrieb übernommen wird. Prosoft unterstützt dafür ein mehrstufiges Umgebungskonzept:

Staging → Test → Produktion

Ablauf

  1. Staging-Umgebung — Eine neue Version wird zunächst in der Staging-Umgebung bereitgestellt. Dort kann der Kunde die Version unabhängig vom Produktivbetrieb prüfen.
  2. Test und Abnahme — Der Kunde testet die neue Version anhand seiner Geschäftsprozesse. Erst wenn die Version aus seiner Sicht freigegeben ist, erfolgt der nächste Schritt.
  3. Übernahme in Produktion — Die freigegebene Version wird in die Test- und Produktivumgebung übernommen.

Dieser Prozess stellt sicher, dass der Kunde jederzeit die Kontrolle über den Zeitpunkt und Umfang der Aktualisierung behält.


Downgrade

Ein Downgrade auf eine ältere Version ist grundsätzlich möglich, sofern die zwischenzeitlichen Updates keine strukturellen Änderungen an der Datenbank enthalten, die nicht rückwärtskompatibel sind.

Hinweis

Vor einem Downgrade sollte geprüft werden, ob die Zielversion mit dem aktuellen Datenbankstand kompatibel ist. Im Zweifelsfall empfiehlt sich eine Rücksprache mit Prosoft.


Datenbankaktualisierung

Prosoft aktualisiert das Datenbankschema bei Bedarf automatisch beim Start der Anwendung. Wird eine neue Version gestartet, prüft das System, ob Anpassungen an der Datenbankstruktur erforderlich sind, und führt diese selbstständig durch.

Dieser Vorgang umfasst:

  • Anlegen neuer Tabellen und Spalten
  • Anpassung bestehender Strukturen an die neue Version
  • Ausführung einmaliger Datenmigrationen (z. B. Überführung bestehender Daten in ein neues Format)

Sicherung vor dem Update

Vor dem Einspielen einer neuen Version sollte eine Sicherung der Datenbank und des Prosoft-Verzeichnisses erstellt werden (siehe Datensicherung). Die automatische Datenbankaktualisierung ist nicht umkehrbar — eine Sicherung ermöglicht im Bedarfsfall die Wiederherstellung des vorherigen Stands.


Internes Freigabeverfahren

Bevor eine neue Version veröffentlicht wird, durchläuft sie ein internes Qualitätssicherungs- und Freigabeverfahren bei Prosoft. Erst nach erfolgreicher interner Freigabe wird die Version für Kunden bereitgestellt.

Entwicklungs- und Freigabeprozess

Die Entwicklung folgt einem versionierten, nachvollziehbaren Ablauf:

  1. Änderung — Jede Anforderung oder Fehlerbehebung wird als Vorgang erfasst und in einem eigenen Entwicklungszweig (Branch) umgesetzt. Der gesamte Quellcode wird mit Git versioniert; jede Änderung ist einem Autor und einem Zeitpunkt zugeordnet.
  2. Prüfung — Die Änderung wird über einen Merge Request zusammengeführt. Sie durchläuft eine Code-Prüfung sowie automatisierte Tests (Unit-Tests) und manuelle Prüfungen.
  3. Freigabe — Nach bestandener Prüfung wird die Änderung in den Entwicklungsstand übernommen. Aus diesem werden Releases gebaut und das Benutzerhandbuch aktualisiert.
  4. Verteilung — Die freigegebene Version wird über die Umgebungen des Kunden ausgerollt (siehe Freigabeverfahren beim Kunden).

Funktionstrennung

Bei umfangreicheren Entwicklungstätigkeiten werden Umsetzung und Freigabe organisatorisch getrennt: Die Prüfung und das Zusammenführen eines Merge Requests erfolgen durch eine andere Person als den Autor der Änderung. Die Zuordnung von Autor und freigebender bzw. zusammenführender Person ist im Versionsverwaltungssystem dauerhaft nachvollziehbar. Die Entwicklungsleitung legt fest, welche Änderungen einer Prüfung im Vier-Augen-Prinzip unterzogen werden.