Zum Inhalt

Umsatzplanung

Die Umsatzplanung dient der finanziellen Jahresplanung im Vertrieb. Sie verbindet Mengenplanung (aus Absatzplänen) mit Preisplanung zu einer wertmäßigen Umsatzprognose. Das Modul ist unter Vertrieb → Umsatzplanung erreichbar.

Anlegen eines Umsatzplans

Feld Beschreibung
Bezeichnung Name des Plans (z. B. „Umsatzplanung 2027")
Werk Zugeordnetes Werk
Startdatum Erster Planungsmonat
Periodenanzahl Anzahl der Planmonate
Historischer Vergleichszeitraum Zeitraum für Ist-Vergleichsdaten

Planungsschritte

Die Umsatzplanung durchläuft mehrere Phasen:

Phase Beschreibung
Basisdaten Historische Ist-Daten als Ausgangsbasis laden
Vertriebsplanung Geplante Mengen und Umsätze pro Artikel und Kunde erfassen
Preisplanung Preise für den Planungszeitraum festlegen
Finalisierung Plan genehmigen und abschließen

Jede Phase wird separat abgeschlossen, bevor die nächste beginnt.

Preisplanung

In der Preisplanung wird für jeden Artikel des Plans der Planpreis festgelegt. Die Liste zeigt je Artikel den geplanten Absatz, den Verkaufspreis (netto), die Anpassung in Prozent, den daraus errechneten Planpreis und den Planumsatz. Bearbeitbar sind Verkaufspreis und Anpassung: Der Planpreis ergibt sich als Verkaufspreis zuzüglich der prozentualen Anpassung, der Planumsatz als Planpreis multipliziert mit dem Absatz.

Die Positionen entstehen beim Abschluss der Vertriebsplanung. In der Preisplanung lassen sich weder Artikel ergänzen noch entfernen.

Planpreise importieren

Statt jede Zeile einzeln zu pflegen, können die Planpreise über den Datenimport in Masse eingelesen werden. Der Importtyp „Umsatzplanung-Planpreise" erwartet je Zeile die Umsatzplan-Nr., die Artikel-Nr. und den Planpreis. Die Artikelbezeichnung ist eine reine Orientierungsspalte für die Bearbeitung in Excel und wird beim Import nicht ausgewertet. Der Export liefert die Positionen aller Umsatzpläne, deren Absatzplanung abgeschlossen und deren Planpreise noch nicht erfasst sind, und dient damit unmittelbar als Vorlage.

Der Import aktualisiert ausschließlich bestehende Positionen. Ein Artikel, der nicht im angegebenen Umsatzplan enthalten ist, wird mit seiner Nummer gemeldet und nicht angelegt. Ist die Absatzplanung des Plans noch nicht abgeschlossen oder sind die Planpreise bereits erfasst, bricht der Import mit einer Meldung ab.

Der importierte Planpreis wird exakt übernommen und der Planumsatz neu berechnet. Die Anpassung in Prozent wird als gerundete Näherung nachgeführt, damit die Zeile zur Preisformel passt.

Wichtig: Werden Verkaufspreis oder Anpassung einer Zeile nach dem Import von Hand geändert, berechnet Prosoft den Planpreis aus der Formel neu und überschreibt damit den importierten Wert.

Planpreise übernehmen

Über den Button Übernahme werden die Planpreise des Umsatzplans in das Modul Planpreise geschrieben. Im Dialog werden „Gültig ab" und optional „Gültig bis" angegeben; ohne „Gültig bis" gilt der Preis unbefristet. Geschrieben wird in der Hauswährung des Mandanten.

Existiert zu einem Artikel bereits ein Planpreis mit demselben Gültigkeitszeitraum, wird dieser aktualisiert. Eine erneute Übernahme mit unveränderten Gültigkeitsdaten erzeugt daher keine doppelten Einträge; ein abweichender Gültigkeitszeitraum legt bewusst einen neuen Planpreis an. Planpreise, die zu einer Verpackungseinheit gepflegt wurden, bleiben unverändert — die Übernahme schreibt immer ohne Verpackungseinheit.

Verteilerschlüssel

Verteilerschlüssel verteilen gemeinsame Planwerte auf mehrere Profit-Center. Für jeden Verteilerschlüssel werden pro Monat und Profit-Center prozentuale Anteile definiert. So können z. B. Gesamtumsatzziele auf Regionen oder Geschäftsbereiche heruntergebrochen werden.

Zusammenhang mit Absatzplänen

Absatzpläne definieren Mengen (wie viel wird verkauft?), die Umsatzplanung ergänzt Preise (zu welchem Erlös?). Zusammen ergeben sie die Umsatzprognose für die Unternehmensplanung.