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Arbeitszeitmodelle

Arbeitszeitmodelle definieren die Sollarbeitszeiten, Pausenregelungen und Gleitzeitrahmen für Ihre Mitarbeiter. Jedem Mitarbeiter wird genau ein Arbeitszeitmodell zugeordnet, das als Grundlage für die Berechnung von Soll- und Überstunden dient.

Verwalten

Arbeitszeitmodelle werden im Modul Personal → Arbeitszeitmodelle verwaltet. Dort können neue Modelle angelegt, bestehende bearbeitet, dupliziert oder archiviert werden.

Typen

Es stehen vier Modelltypen zur Verfügung:

Typ Beschreibung
Vollzeit Feste Arbeitszeiten mit definiertem Tagesplan.
Teilzeit Reduzierte Arbeitszeiten, z. B. nur an bestimmten Wochentagen.
Gleitzeit Flexible Arbeitszeiten innerhalb eines definierten Rahmens (Ein- und Ausgleitzeit).
Kein Soll Keine Sollarbeitszeit – nur Ist-Erfassung ohne Soll/Ist-Vergleich.

Anlegen eines Arbeitszeitmodells

Beim Anlegen eines Arbeitszeitmodells sind folgende Felder anzugeben:

Feld Beschreibung
Bezeichnung Name des Modells (z. B. „Vollzeit 40 Stunden").
Typ Art des Modells (Vollzeit, Teilzeit, Gleitzeit, Kein Soll).
Überstundenvereinbarung Optionale Zuordnung einer Überstundenvereinbarung für die Zuschlagsberechnung.

Tagespläne

Für jeden Wochentag (Montag bis Sonntag) kann ein Tagesplan definiert werden. Dieser legt fest, wann und wie lange an diesem Tag gearbeitet werden soll.

Feld Beschreibung
Wochentag Der Wochentag, für den der Plan gilt.
RAZ Regelarbeitszeit in Stunden (z. B. 8,00).
Von Beginn der Arbeitszeit (z. B. 08:00).
Bis Ende der Arbeitszeit (z. B. 16:30).

Gleitzeitfelder

Für Arbeitszeitmodelle vom Typ Gleitzeit stehen zusätzliche Felder zur Verfügung:

Feld Beschreibung
Eingleiten (Von) Frühester möglicher Arbeitsbeginn (z. B. 06:00).
Eingleiten (Bis) Spätester möglicher Arbeitsbeginn (z. B. 09:00).
Ausgleiten (Von) Frühestes mögliches Arbeitsende (z. B. 15:00).
Ausgleiten (Bis) Spätestes mögliches Arbeitsende (z. B. 20:00).

Gleitzeitrahmen

Bei Gleitzeit wird Arbeitszeit außerhalb des Gleitzeitrahmens nicht als Arbeitszeit angerechnet. Stempelt ein Mitarbeiter z. B. um 05:30 Uhr ein, beginnt die Arbeitszeitberechnung erst ab dem Wert Eingleiten (Von).

Pausenzeiten

Für jeden Wochentag können eine oder mehrere Pausen definiert werden:

Feld Beschreibung
Wochentag Der Wochentag, für den die Pause gilt.
Von Beginn der Pause (z. B. 12:00).
Bis Ende der Pause (z. B. 12:30).
Automatisch buchen? Wenn aktiviert, wird die Pause automatisch von der Arbeitszeit abgezogen.

Tipp

Aktivieren Sie Automatisch buchen, wenn die Pause in jedem Fall abgezogen werden soll — unabhängig davon, ob der Mitarbeiter tatsächlich eine Pause gestempelt hat.

Duplizieren

Ein bestehendes Arbeitszeitmodell kann über den Befehl Duplizieren kopiert werden. Dabei werden alle Tagespläne und Pausenzeiten übernommen. Geben Sie eine neue Bezeichnung für das duplizierte Modell an.

Einzelne Tagespläne und Pausenzeiten können ebenfalls dupliziert werden, z. B. um die Zeiten eines Wochentags auf einen anderen Tag zu übertragen.

Zuordnung zu Mitarbeitern

Die Zuordnung eines Arbeitszeitmodells erfolgt in der Mitarbeiterverwaltung. Dabei wird ein Gültigkeitsdatum angegeben, ab dem das Modell gilt.

Das Gültigkeitsdatum darf rückwirkend gesetzt werden – etwa, wenn eine geänderte Regelarbeitszeit erst nachträglich erfasst wird. Alle betroffenen Arbeitstage ab dem Gültigkeitsdatum werden anschließend automatisch neu berechnet, sodass sich das geänderte Tagessoll im Überstundensaldo niederschlägt. Bereits eingetragene Abwesenheiten (z. B. Urlaub) in diesem Zeitraum bleiben dabei neutral.

Abgeschlossene Perioden

Eine rückwirkende Änderung ist nicht möglich, wenn das Gültigkeitsdatum in eine bereits abgeschlossene Periode fällt. In diesem Fall muss die Periode zuerst wieder geöffnet werden, danach kann die Regelarbeitszeit rückwirkend geändert werden.

Archivieren und Veröffentlichen

Nicht mehr benötigte Arbeitszeitmodelle können über den Befehl Archivieren deaktiviert werden. Über Veröffentlichen lässt sich ein archiviertes Modell wieder aktivieren. Arbeitszeitmodelle werden grundsätzlich archiviert statt gelöscht — an ihnen hängt jede Überstundenberechnung, die je auf ihnen beruhte.

Wichtig: Archivieren wirkt nach vorn, nicht rückwirkend. Ein archiviertes Modell lässt sich keinem Mitarbeiter mehr neu zuordnen; bestehende Zuordnungen bleiben bestehen und werden weiterhin korrekt berechnet. Ein archiviertes Modell kann außerdem nicht mehr bearbeitet werden — veröffentlichen Sie es dafür zuerst wieder.

Archivierte Modelle sind in der Liste standardmäßig ausgeblendet und lassen sich über die Filterleiste einblenden.