Ladungsträger
Ladungsträger wie Paletten, Gitterboxen oder Behälter werden in Prosoft über Ladungsträgerkonten und einen Tauschprozess verwaltet. Die Module befinden sich unter Lager.
Ladungsträgerkonten
Ein Ladungsträgerkonto dokumentiert den Bestand und die Bewegungen eines bestimmten Ladungsträgertyps bei einem Partner. Es wird im Modul Ladungsträgerkonten verwaltet.
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Partner | Der Geschäftspartner (Lieferant oder Kunde) |
| Ladungsträger | Der Ladungsträgertyp (z. B. Europalette) |
| Gültig ab | Beginn der Kontoführung |
| Gültig bis | Ende der Kontoführung (optional) |
| Bemerkungen | Freitextfeld |
Das Konto zeigt die vollständige Tauschhistorie und den aktuellen Saldo (Differenz zwischen ausgegebenen und zurückerhaltenen Ladungsträgern).
Ladungsträgertausch
Im Modul Ladungsträgertausch werden Ein- und Ausgänge von Ladungsträgern dokumentiert.
Tauscharten
| Art | Beschreibung |
|---|---|
| Tausch | Regulärer Austausch von Ladungsträgern bei Warenlieferung |
| Ausgleich | Saldoausgleich ohne physische Warenbewegung |
Erfassung
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Partner | Geschäftspartner |
| Datum | Datum des Tauschs |
| Mitarbeiter | Durchführender Mitarbeiter |
| Kennzeichen | Fahrzeugkennzeichen (optional) |
| Kommentar | Freitextfeld |
Zu jedem Tausch werden Positionen mit dem Ladungsträgertyp und den Mengen (eingehend/ausgehend) erfasst.
Automatischer Tausch beim Warenausgang
Enthält ein Warenausgang Ladungsträgerinformationen mit Europaletten, entsteht beim Erstellen des Lieferscheins automatisch ein Ladungsträgertausch. Belastet wird der Spediteur, sofern im Lieferschein einer hinterlegt ist, andernfalls der Empfänger. Nimmt der Fahrer beim Verladen leere Paletten zurück, erfasst der Lagermitarbeiter diese Menge als zusätzliche eingehende Menge; sie wird im selben Tausch gegengerechnet.
Warenausgang aus dem Lager eines Partners
Gehört der Lagerort, aus dem der Warenausgang erfolgt, einem anderen Geschäftspartner — etwa ein Außenlager eines Dienstleisters, ein Konsignations- oder ein Lohnbearbeitungslager —, entsteht kein automatischer Ladungsträgertausch. Die Ware liegt dort bereits beim Partner und verlässt kein eigenes Werk, es wechseln also keine Ladungsträger den Besitzer.
Der typische Ablauf: Ware wird per Umlagerung in das Außenlager eines Spediteurs gebracht. Beim Warenausgang zur Umlagerungsbestellung wird sein Palettenkonto belastet, denn die Paletten verlassen das Werk. Versendet der Spediteur später von seinem Lager an den Endkunden, bleibt das Palettenkonto unverändert — den Tausch beim Endkunden regelt er selbst, ausgeglichen wird über einen manuellen Tausch oder einen Ausgleich. Ohne diese Unterscheidung würde dieselbe Menge zweimal belastet, obwohl die Paletten das Werk nur einmal verlassen haben.
Wichtig: Die Unterscheidung greift nur, wenn im Lagerort ein Partner hinterlegt ist (siehe Lagerorte). Die Ladungsträgerinformationen des Warenausgangs werden unabhängig davon in den Lieferschein übernommen und dort ausgewiesen — es entfällt allein die Buchung auf das Palettenkonto.
Zusammenhang mit Logistik
Ladungsträgertausche können mit Logistikaufträgen, Lieferscheinen und Wareneingängen verknüpft werden, sodass der Palettentausch direkt bei der Verladung dokumentiert wird.