Speicher-Designer
Der Speicher-Designer erlaubt es, eigene, getypte Datenbereiche in Prosoft anzulegen — für Datenbestände, für die es kein eigenes Modul gibt. Die so definierten Entitäten sind sofort über den KI-Assistenten Leon auswertbar und befüllbar, ohne dass dafür programmiert werden muss.
Ein Entitätstyp beschreibt die Struktur (welche Felder mit welchem Datentyp), die eigentlichen Datensätze werden anschließend über Leon gepflegt.
Entitätstypen anlegen
Entitätstypen werden im Modul Speicher-Designer verwaltet (Menü Einstellungen → Systemwerkzeuge). Ein neuer Entitätstyp hat folgende Angaben:
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Schlüssel | Sprechender, eindeutiger Bezeichner des Typs (z. B. „HAFEN"). Über ihn sprechen Leon und der Datenimport den Typ an. |
| Bezeichnung | Angezeigter Name des Typs. |
| Beschreibung | Optionaler erläuternder Text. Je aussagekräftiger, desto zuverlässiger findet Leon den Typ bei natürlichsprachigen Fragen. |
Felder definieren
Zu jedem Entitätstyp werden im Detailbereich unter Entitätsfelder die Felder gepflegt. Jedes Feld hat einen Schlüssel, eine Bezeichnung, eine optionale Beschreibung, eine Sortierung und einen Feldtyp:
| Feldtyp | Verwendung |
|---|---|
| Text | Beliebiger Text |
| Zahl | Numerische Werte (für Summen, Durchschnitte und andere Auswertungen) |
| Datum | Datumswerte (für zeitliche Auswertungen, z. B. je Monat) |
| Ja/Nein | Wahrheitswert |
| Referenz | Verweis auf einen anderen Datensatz (siehe unten) |
Felder werden nachträglich ergänzt; ein einmal angelegtes Feld behält seinen Typ. Nicht mehr benötigte Felder werden archiviert und können wieder veröffentlicht werden — die zugehörigen Daten bleiben dabei erhalten.
Referenzen
Ein Feld vom Typ Referenz verweist auf einen anderen Datensatz. Über die Referenzart wird das Ziel festgelegt:
| Referenzart | Ziel |
|---|---|
| Dynamische Entität | Ein Datensatz eines anderen im Speicher-Designer angelegten Entitätstyps |
| prosoft-Stammdatum | Ein bestehendes Prosoft-Stammdatum (z. B. ein Artikel oder ein Kunde) |
Das Referenzziel wird über den Schlüssel des Zieldatensatzes angegeben. Ist der angegebene Schlüssel nicht auffindbar, wird der Datensatz nicht gespeichert; eine leere Referenz ist zulässig.
Wichtig: Jeder Datensatz hat einen fachlichen Schlüssel, der sich später ändern lässt. Referenzen bleiben dabei erhalten — sie sind intern fest mit dem Zieldatensatz verknüpft und nicht von dessen Schlüssel abhängig.
Berechtigungen
Das Anlegen und Ändern von Entitätstypen und Feldern (das Schema) ist über ein eigenes Modulrecht geschützt. Anwender ohne dieses Recht können die Struktur nicht verändern, wohl aber die Datensätze der Entitäten pflegen. So bleibt die Datenstruktur in der Hand einer verantwortlichen Rolle, während die tägliche Datenpflege allen berechtigten Anwendern offensteht.
Datensätze pflegen mit Leon
Die Datensätze der Entitäten werden über den KI-Assistenten Leon gepflegt. Leon kann die Entitäten durchsuchen, auswerten (etwa Summen oder Durchschnitte über ein Zahlenfeld oder Auswertungen je Zeitraum über ein Datumsfeld) und neue Datensätze anlegen.
Beim Anlegen können mehrere Datensätze in einem Vorgang übergeben werden. Dieser Vorgang ist unteilbar: Ist auch nur ein Datensatz fehlerhaft (unbekanntes Feld, nicht passender Wert, bereits vergebener Schlüssel oder nicht auffindbare Referenz), wird der gesamte Vorgang verworfen und die betroffene Zeile gemeldet. So entstehen keine unvollständig eingelesenen Bestände.
Wichtig: Ein bereits vergebener Schlüssel führt zum Abbruch — bestehende Datensätze werden über diesen Vorgang nicht überschrieben.