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Arbeitsplanvorlagen

Eine Arbeitsplanvorlage ist ein wiederverwendbarer, materialunabhängiger Arbeitsplan. Sie ist keinem Artikel zugeordnet, sondern beschreibt eine typische Abfolge von Arbeitsschritten (Arbeitsplatzgruppe und Vorgabezeiten), die bei vielen ähnlichen Teilen immer wieder gleich vorkommt – etwa „Schweißbaugruppe", „mechanische Fertigung" oder „Montage".

Statt für jede neu konstruierte Baugruppe oder jedes neue Teil den Arbeitsplan von Grund auf zu erfassen, wählt man eine passende Vorlage und übernimmt sie – entweder in den Arbeitsplan eines Artikels oder direkt in einen Produktionsauftrag. Die übernommenen Zeiten lassen sich anschließend frei anpassen, ohne die Vorlage zu verändern.

Vorlagen pflegen

Der Katalog wird im Modul Arbeitsplanvorlagen (Produktion → Allgemein) gepflegt:

  • Neu: Legt eine Vorlage mit Bezeichnung und optionaler Beschreibung an. Im Reiter Arbeitsschritte werden die einzelnen Schritte mit Arbeitsplatzgruppe und Vorgabezeiten (Rüstzeit, Zeit, Pro, Einheit, Liegezeit) erfasst.
  • Duplizieren: Erstellt eine eigenständige Kopie einer bestehenden Vorlage samt Arbeitsschritten. Änderungen an der Kopie wirken sich nicht auf das Original aus.
  • Archivieren / Veröffentlichen: Nicht mehr benötigte Vorlagen werden archiviert und verschwinden aus der Standardansicht, bleiben aber erhalten.

Die Kostenart eines Arbeitsschritts wird aus der gewählten Arbeitsplatzgruppe abgeleitet – sie ist kein eigenes Feld der Vorlage.

Vorlage in einen Artikel-Arbeitsplan übernehmen

Über In Artikel übernehmen wird die Vorlage als neuer Arbeitsplan eines Artikels angelegt. Wahlweise kann die Bezeichnung des Arbeitsplans vorgegeben und der Arbeitsplan als Standard-Arbeitsplan des Artikels gesetzt werden; ein bisheriger Standard-Arbeitsplan wird dabei archiviert.

Die übernommenen Vorgabezeiten sind am Artikel-Arbeitsplan frei individualisierbar. Für einen ausgelisteten Artikel kann keine Vorlage übernommen werden.

Vorlage in einen Produktionsauftrag übernehmen

Über In Produktionsauftrag übernehmen wird die Vorlage direkt in den Arbeitsplan eines Produktionsauftrags übernommen. Ein bereits vorhandener Arbeitsplan des Produktionsauftrags wird dabei ersetzt. Die Vorgabezeiten werden anhand der Auftragsmenge berechnet und sind anschließend am Produktionsauftrag individualisierbar.

Die Übernahme ist nur bei einem offenen Produktionsauftrag möglich – nicht bei einem bereits eingeplanten, laufenden, abgeschlossenen oder stornierten Auftrag.

In beiden Fällen bleibt die Vorlage selbst unverändert und steht für weitere Übernahmen zur Verfügung.