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KI-Zugang für eigene Werkzeuge

Prosoft lässt sich aus einer eigenen KI-Umgebung heraus bedienen — Daten abfragen und Geschäftsvorgänge ausführen, ohne den Weg über den eingebauten Chat-Assistenten. Dazu stellt Prosoft seine Werkzeuge über ein offenes Protokoll bereit, das gängige KI-Werkzeuge sprechen. Jeder Anwender richtet sich den Zugang mit seinem persönlichen Schlüssel selbst ein; alles läuft danach unter seiner Identität, in seinem Mandanten und mit seinen Rechten.

Experimentelle Funktion

Der Zugang ist als experimentell gekennzeichnet und standardmäßig abgeschaltet. Bitte lesen Sie den Abschnitt Grenzen und Verantwortung, bevor Sie ihn freischalten.

Voraussetzungen

Drei Dinge müssen zusammenkommen:

  1. Ein Administrator hat den Zugang für den Mandanten freigeschaltet (siehe Zugang freischalten).
  2. Sie haben einen persönlichen Schlüssel erzeugt (siehe Schlüssel erzeugen).
  3. Ihr KI-Werkzeug läuft auf Ihrem Arbeitsplatz und kann eigene Kopfzeilen für die Anmeldung setzen — etwa Kommandozeilen-Werkzeuge oder Erweiterungen in Ihrer Entwicklungsumgebung.

Browserbasierte KI-Dienste können den Zugang in dieser Ausbaustufe nicht nutzen. Sie verlangen ein anderes Anmeldeverfahren, das später ergänzt wird.

Zugang freischalten

Der Zugang wird je Mandant über ein Feature Flag geschaltet: SystemverwaltungFeature Flags → Eintrag AiMcpServer aktivieren. Solange das Kennzeichen nicht gesetzt ist, weist Prosoft jeden Zugriff ab — auch mit gültigem Schlüssel.

Lesen Sie vor dem Aktivieren den Beschreibungstext am Feature Flag. Er benennt den experimentellen Status und die Risiken; mit dem Aktivieren übernimmt der Administrator sie bewusst.

Schlüssel erzeugen

Der Schlüssel ist Ihr persönliches Anmeldemittel — er ersetzt Benutzername und Kennwort für die Maschinen-Anmeldung.

  1. Meine API-Keys öffnen.
  2. Neu wählen und eine sprechende Bezeichnung eingeben, an der Sie den Schlüssel später wiedererkennen (z. B. den Namen des Arbeitsplatzes oder des Werkzeugs).
  3. Den angezeigten Schlüssel sofort kopieren.

Der Klartext erscheint nur einmal

Prosoft speichert den Schlüssel nicht im Klartext, sondern nur seine Prüfsumme. Nach dem Schließen des Dialogs lässt er sich nicht erneut anzeigen. Haben Sie ihn verloren, sperren Sie ihn und erzeugen einen neuen.

Einen Schlüssel, den Sie nicht mehr brauchen, sperren Sie in derselben Ansicht über Sperren. Ab diesem Moment weist Prosoft jeden Zugriff mit diesem Schlüssel ab. In der Spalte Zuletzt verwendet sehen Sie, ob und wann ein Schlüssel im Einsatz war — daran erkennen Sie auch Schlüssel, die Sie gefahrlos sperren können.

Ein Schlüssel gehört immer zu einem Benutzer. Einen Schlüssel für einen anderen Benutzer erzeugen Sie in der Verwaltungsansicht API-Keys; das setzt die Super-User-Eigenschaft voraus, weil ein solcher Schlüssel im Namen dieses Benutzers arbeitet.

Werkzeug einrichten

Ihr KI-Werkzeug braucht zwei Angaben: die Adresse des Zugangs und Ihren Schlüssel.

Die Adresse setzt sich aus der Adresse Ihres Prosoft-Servers und dem Pfad des Zugangs zusammen:

https://<server>/s/<anwendung>/<version>/<datenbank>/mcp

<anwendung>, <version> und <datenbank> entsprechen den Werten, die Ihr Prosoft-Arbeitsplatz für die Verbindung verwendet — Ihr Systemadministrator nennt sie Ihnen.

Der Schlüssel wird in der Kopfzeile X-Prosoft übergeben, mit dem Wort Bearer davor:

X-Prosoft: Bearer <ihr-schlüssel>

Warum nicht die übliche Kopfzeile?

Die sonst gebräuchliche Kopfzeile Authorization ist bei vielen Installationen dem vorgeschalteten Server-Zugang vorbehalten. Würde Ihr KI-Werkzeug sie belegen, wäre die Verbindung genau dort blockiert. Deshalb nutzt Prosoft eine eigene Kopfzeile — der Zugang funktioniert damit auch hinter einem solchen Server-Zugang.

Wie Sie Adresse und Kopfzeile hinterlegen, steht in der Anleitung Ihres KI-Werkzeugs; die meisten Werkzeuge kennen dafür einen Befehl zum Hinzufügen eines Servers oder eine Konfigurationsdatei. Nach dem Einrichten müssen Sie das Werkzeug in der Regel neu starten, damit es die Verbindung aufbaut.

Was die KI kann

Ist der Zugang eingerichtet, stehen Ihrem KI-Werkzeug dieselben Werkzeuge zur Verfügung, die auch der eingebaute Assistent nutzt:

Bereich Was möglich ist
Daten lesen Datensätze abfragen und filtern, Felder einer Datenart nachschlagen, Auswertungen rechnen (Summen, Anzahlen, Durchschnitte, Gruppierungen)
Vorgänge ausführen Geschäftsvorgänge auslösen — anlegen, ändern, freigeben, stornieren und so weiter
Orientierung Module Ihres Menüs finden, das Benutzerhandbuch durchsuchen

Alle Abfragen sind automatisch auf Ihren Benutzer und Ihren Mandanten begrenzt. Fremde Mandanten sind nicht sichtbar, und die Modulsuche liefert nur die Module, die Sie selbst im Menü haben.

Weil es sehr viele Datenarten und Vorgänge gibt, arbeitet die KI mit einer Suche, statt vollständige Listen abzurufen. Formulieren Sie Ihre Anfrage deshalb in Fachbegriffen („Auftrag", „Lieferschein", „Prüfauftrag") — dann findet die KI die passende Stelle schneller.

Zwei Dinge bleiben dem eingebauten Assistenten vorbehalten: die Anzeige von Diagrammen und das Auswerten von Dateien, die Sie in den Chat hochladen. Beides braucht einen laufenden Chat und ist über den externen Zugang nicht verfügbar.

Nachvollziehbarkeit

Ein über den KI-Zugang ausgelöster Vorgang erscheint im Aktivitätsprotokoll wie jede andere Bedienung — mit Ihnen als auslösendem Benutzer. Sie tragen die Vorgänge, die Ihre KI in Ihrem Namen ausführt.

Dass ein Vorgang über den KI-Zugang kam und nicht über den Prosoft-Arbeitsplatz, wird in dieser Ausbaustufe nicht eigens festgehalten.

Grenzen und Verantwortung

Der KI-Zugang ist bewusst so gebaut, dass er leisten kann, was Sie selbst leisten können. Daraus folgen drei Punkte, die Sie kennen sollten:

Es gibt kein Rechtemodell für einzelne Vorgänge. Grundsätzlich sind alle Geschäftsvorgänge ausführbar; einzelne sind ausdrücklich ausgenommen. Was Sie als Anwender dürfen, darf auch Ihre KI in Ihrem Namen — einschließlich der Vorgänge der Benutzerverwaltung. Eingriffe in ein fremdes Benutzerkonto sind allerdings an die Super-User-Eigenschaft gebunden: ein Schlüssel für einen anderen Benutzer, das Ändern eines fremden Kennworts sowie das Ändern, Archivieren und Veröffentlichen eines fremden Benutzers.

Prosoft erzwingt keine Rückfrage. Jeder Vorgang trägt eine Kennzeichnung, wie schwer er wiegt — ob er nur anlegt, etwas ändert, etwas zurücknimmt oder nach außen wirkt. Ein anständiges KI-Werkzeug fragt anhand dieser Kennzeichnung von selbst nach, bevor es einen Eingriff auslöst. Es ist aber ein Hinweis an Ihr Werkzeug, keine Schranke im Prosoft-Server: Ob und wann gefragt wird, entscheidet Ihr Werkzeug, nicht Prosoft. Prüfen Sie deshalb, wie Ihr Werkzeug mit eingreifenden Vorgängen umgeht, bevor Sie es unbeaufsichtigt arbeiten lassen.

Der Schlüssel ist so wertvoll wie Ihr Kennwort. Wer ihn hat, arbeitet als Sie. Behandeln Sie ihn entsprechend, legen Sie ihn nicht in gemeinsam genutzten Dateien ab, und sperren Sie ihn, sobald Sie ihn nicht mehr brauchen.

Fachliche Prüfungen bleiben in jedem Fall wirksam: Ein Vorgang, der einen bestimmten Zustand voraussetzt, wird auch über den KI-Zugang abgelehnt — Ihre KI erhält dann dieselbe verständliche Meldung, die Sie am Arbeitsplatz sehen würden, und kann darauf reagieren.

Zugang wieder schließen

Deaktiviert ein Administrator das Feature Flag AiMcpServer, sind alle KI-Zugänge des Mandanten sofort stillgelegt — unabhängig davon, wie viele Schlüssel vergeben sind. Die Schlüssel selbst bleiben erhalten und funktionieren wieder, sobald das Kennzeichen erneut gesetzt wird. Um einen einzelnen Zugang zu beenden, sperren Sie stattdessen den betreffenden Schlüssel.