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Stufenpreise

Artikel, denen ein Material zugeordnet ist, werden über die Stufe ihrer Linie bepreist: Die Preisliste führt für einen solchen Artikel einen Preis je Stufe, und Angebot, Auftrag und Rahmenauftrag ziehen den Preis der Stufe, die an der Position steht. Einen Preis ohne Stufe gibt es für diese Artikel nicht — fehlt der Stufenpreis, bleibt die Position ohne Preis und Prosoft weist darauf hin, statt still einen anderen Preis zu nehmen. Für Artikel ohne Material ändert sich nichts.

Stufenpreise in der Preisliste

Eine Position der Preisliste trägt bei einem Artikel mit Material zusätzlich eine Linie und eine Stufe. Die Positionstabelle zeigt beide in eigenen Spalten.

Beim Anlegen über Neu belegt Prosoft die Stufe mit der Standardstufe der gültigen Linie vor, sobald der Artikel gewählt ist; die Linie selbst setzt Prosoft aus dem Material des Artikels. Je Stufe entsteht eine eigene Position. In der Tabelle lassen sich Linie und Stufe einer Position ändern; zur Auswahl stehen nur die nicht archivierten Linien des Materials.

Für Stufenpositionen gelten folgende Regeln:

  • Bei einem Artikel mit Material ist die Stufe Pflicht, und sie muss in der Linie vorhanden sein.
  • Die Linie muss zum Material des Artikels gehören. Ein Artikel ohne Material trägt weder Linie noch Stufe.
  • Artikel, Verpackungseinheit, Qualitätsstandard, Linie und Stufe sind innerhalb einer Preisliste eindeutig.
  • Lücken sind erlaubt: Eine Preisliste muss nicht für jede Stufe einen Preis führen.

Eine Preisliste darf Artikel verschiedener Materialien und Artikel ohne Material zugleich enthalten.

Duplizieren übernimmt Linie und Stufe der Positionen. Der Ausdruck der Preisliste zeigt bei Stufenpositionen Linie und Stufe in eigenen Spalten.

Stufenpreise werden nicht importiert: Der Datenimport der Preislistenpositionen weist Zeilen für Artikel mit Material ab, auch wenn sie eine bestehende Position aktualisieren würden. Der Export gibt Stufenpositionen mit Linie und Stufe in zwei angehängten Spalten aus; die übrigen Spalten bleiben unverändert.

Welche Preisliste gilt

Gesucht wird wie bei jeder Preisfindung in der Reihenfolge Kunde, Kundengruppe, allgemein — je Ebene die jüngste zum Belegdatum gültige Preisliste zuerst. Für einen Artikel mit Material ist eine Preisliste zuständig, sobald sie mindestens eine nicht archivierte Stufenposition für diesen Artikel führt.

Die erste zuständige Preisliste entscheidet:

  • Führt sie eine Position für die gültige Linie und die Stufe der Belegposition, gilt deren Preis.
  • Führt sie keine, gibt es keinen Preis. Prosoft sucht dann nicht in einer allgemeineren Preisliste weiter — ein Kunde mit eigener Preisliste bekäme sonst unbemerkt den allgemeinen Preis.
  • Führt eine Preisliste gar keine Stufenpositionen für den Artikel, wird in der nächsten weitergesucht.

Findet sich keine zuständige Preisliste, gibt es ebenfalls keinen Preis. Verkaufskonditionen und der Preis aus dem Artikelstamm werden für Artikel mit Material nie gezogen, ebenso wenig Preislistenpositionen ohne Stufe.

Stufe am Beleg

In Angebote, Aufträge und Rahmenaufträge übernimmt eine neue Position eines Artikels mit Material die gültige Linie und deren Standardstufe und erhält den Preis dieser Stufe. Linie und Stufe stehen in der Positionstabelle und in der Karte Stufe der Position.

Die Stufe lässt sich überall dort ändern, wo auch der Preis änderbar ist. Eine Änderung ermittelt den Preis neu — auch dann, wenn der Preis vorher von Hand geändert war. Gesperrt ist die Stufe am Abruf aus einem Rahmenauftrag, im freigegebenen Angebot und an einer abgeschlossenen Position.

Linie und Stufe bleiben an der Position stehen: Ändert sich später die Standardstufe der Linie, behalten bestehende Positionen ihre Stufe und ihren Preis. Wird der Preis einer Position neu ermittelt, sucht Prosoft mit der gültigen Linie des Materials und zieht die Linie an der Position darauf nach. Wird der Artikel einer Position getauscht, verhält sie sich wie eine neue Position.

Eine kalkulierte Angebotsposition (siehe Positionspreis kalkulieren) behält ihren kalkulierten Preis; Linie und Stufe bleiben zur Information stehen.

Stufenpreis fehlt

Fehlt der Preis für die Stufe einer Position, setzt Prosoft den Einzelpreis auf 0. Die Preisherkunft der Position lautet dann „Stufenpreis fehlt" mit der Nummer der Preisliste und der Stufe, und nach dem Speichern erscheint eine Meldung mit Preisliste, Linie und Stufe. Über den Filter der Spalte Preisherkunft lassen sich solche Positionen gezielt finden — auch die, die ohne Dialog entstanden sind, etwa aus einem elektronisch empfangenen Auftrag.

Für eine solche Position wählt der Verkäufer eine andere Stufe oder trägt einen Preis von Hand ein. Ein von Hand eingetragener Preis bleibt auch bei einer Mengenänderung stehen, bis die Stufe geändert wird.

Übernahme in Folgebelege

  • Angebot → Auftrag und Angebot → Rahmenauftrag übernehmen Linie und Stufe des Angebots, nicht die aktuelle Standardstufe — ein angebotener Preis ändert sich dadurch nicht.
  • Ein Abruf aus einem Rahmenauftrag erbt Linie, Stufe und Preis der Rahmenposition. Dasselbe gilt, wenn eine Auftragsposition nachträglich einem Rahmen zugeordnet wird. Wird die Zuordnung gelöst, behält die Position Linie, Stufe und Preis; der Preis gilt danach wie ein von Hand eingetragener.
  • Kopierte Belege und Proformarechnungen aus einem Auftrag übernehmen Linie, Stufe und Preis der Vorlage.
  • Lieferschein und Rechnung aus einem Auftrag übernehmen wie bisher den Preis der Auftragsposition.

Linie und Stufe erscheinen nicht auf den Belegen, die der Kunde erhält.

Positionen, die angelegt wurden, bevor der Artikel ein Material bekam, tragen keine Stufe. Sie behalten ihren Preis bei jeder Änderung, auch bei Preis neu ermitteln, bis der Verkäufer eine Stufe setzt.

Keine Verkaufskonditionen für Artikel mit Material

Für einen Artikel mit Material kann keine Verkaufskondition gelten, weil sie in der Preisfindung vor der Preisliste stünde. Abgewiesen werden das Anlegen — direkt, über Konditionen aus Angebot und per Import — sowie das Verlängern der Gültigkeit einer bestehenden Kondition; die Meldung nennt den Artikel. Sonderpreise für einzelne Kunden laufen stattdessen über eine eigene Kundenpreisliste. Sie muss alle Stufen führen, die für den Kunden genutzt werden, denn jede Lücke bedeutet „kein Preis".

Gesperrte Linie

Sobald eine nicht archivierte Preisliste Positionen einer Linie führt, legt die Linie fest, was ein Stufenpreis bedeutet. An einer solchen Linie lassen sich keine Stufen mehr anlegen oder entfernen — auch nicht über den Import Linienstufen —, Rechenwerte, Währung und Bezugsmenge sind nicht mehr änderbar, und die Linie kann nicht archiviert werden. Bezeichnung und Standardstufe bleiben änderbar. Für eine Korrektur wird eine neue Linie angelegt, siehe Linienwechsel.

Aus demselben Grund lässt sich eine Preisliste oder Preislistenposition nur veröffentlichen, wenn die Stufen ihrer Positionen in der Linie noch vorhanden sind.